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Energiekonzepte

Wahrscheinlich darf man ganz allgemein sagen, daß sich in der Geschichte des menschlichen Denkens oft die fruchtbarsten Entwicklungen dort ergeben haben, wo zwei verschiedene Arten des Denkens sich getroffen haben. Diese verschiedenen Arten des Denkens mögen ihre Wurzeln in verschiedenen Gebieten der menschlichen Kultur haben oder in verschiedenen Zeiten, in verschiedenen kulturellen Umgebungen oder verschiedenen religiösen Traditionen. Wenn sie nur wirklich treffen, d.h., wenn sie wenigstens so weit zueinander in Beziehung treten, daß eine echte Wechselwirkung stattfindet, dann kann man darauf hoffen, daß neue und interessante Entwicklungen folgen.

Werner Heisenberg

(entnommen aus: CAPRA, Fritjof: Das Tao der Physik. Die Konvergenz von westlicher Wissenschaft und östlicher Philosophie; 4. Auflage 2008, O.W. Barth Verlag)

Die Vorstellung einer Lebenskraft spielt eine zentrale Rolle in vielen außereuropäischen Medizinsystemen: in der Traditionellen Chinesischen Medizin, in den indischen Systemen Ayurveda und Yogamedizin sowie in der Medizin der nordamerikanischen Indianer. Energiemedizinische Konzepte sind aber auch Bestandteil der medizinischen Vergangenheit unserer eigenen europäischen Kultur. Erst der Aufstieg der wissenschaftlichen Medizin Ende des 19. Jahrhunderts verdrängte vitalistische Konzepte.

Aus der chinesischen Medizin kennen wir das „Chi“, das in zwölf Meridianen fließt. Yoga, Ayurveda und Tantrismus kennen das Prana und die Kundalini-Energie. Wilhelm Reich nannte es das „Orgon“. Nordamerikanische Indianer beziehen sich auf Anwesenheit und Wirken einer Kraft – bei den Irokesen „Orenda“, den Algonkins „Manitu“ und den Sioux „Wakonda“ genannt. In den außereuropischen Medizintraditionen ist ein energetisches Regulationsprinzip für Krankheit und Gesundheit verantwortlich, das vom Therapeuten lediglich aktiviert wird.

Lebensenergiekonzepte finden sich in der europäischen Biologie- und Medizingeschichte bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts und werden meist mit dem Namen „Vitalismus“ bezeichnet. Als Begründer gilt der Deutsche Georg Stahl (Ende 17. Jahrhundert) und die Franzosen Theophile de Bordeu und Paul Joseph Barthez (18. Jahrhundert). Der Vitalismus entwickelte sich vor allem als Alternative zur aufsteigenden mechanistischen Auffassung des Lebens. Mit dem Aufkommen der wissenschaftlichen Medizin wurde er in Naturheilkunde und Volksmedizin abgedrängt.

Als wichtigster Vorläufer der neuen Energiemedizin gilt der Arzt Franz Mesmer (1734-1815). Seine Lehre vom „animalischen Magnetismus“ war der erste Versuch, die Heilung mit Lebensenergie ins wissenschaftliche Zeitalter überzuführen.

Mitte der 80er entstand in den USA der Begriff „Energiemedizin“. Er bezeichnet ganzheitliche Ansätze, in denen sich westliche und nichtwestliche Medizinsysteme begegnen.

Die moderne westliche Energiemedizin ist das Resultat des Versuchs, die traditionellen Energiekonzepte mit westlichen wissenschaftlichen Methoden und Konzepten zu begründen.

Die noch nicht messbaren, nicht-elektromagnetischen Felder wie die natürlichen Energiefelder, die von Menschen oder Orten ausgehen, werden nach einem Vorschlag Albert Einsteins mit dem Begriff „subtle energies“ bezeichnet. In der ganzheitlich orientierten Biophysik vermutet man eine Auslösung von Prozessen durch Übertragung von Informationen. Ein integrativer Ansatz baut auf einem Feldmodell des Lebens auf, welcher auch die Erkenntnisse der Quantenphysik berücksichtigt. Zentrales Element der modernen Biophysik ist sicherlich auch die Entdeckung und der Nachweis eines menschlichen Energiekörpers. Im deutschen Sprachgebiet ist dieses Thema vor allem durch Arbeiten rund um Professor Dr. Fritz-Albert Popp für Biophysik in Neuss zur Biophotonenforschung gekennzeichnet. Aufgrund dieser Forschung geht man davon aus, dass der menschliche Körper nicht nur aus Molekülen, Zellen und Gewebe besteht, sondern auch über eine elektromagnetische Feldkomponente verfügt.

vgl. Bischof, Marco: Energiemedizin – historische Wurzeln und wissenschaftliche Grundlagen; in: raum&zeit, September/ Oktober 2007, S.26-32

 
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